Aktuelle Warn-Apps für Deutschland

"BIWAPP", eine der vier großen Warnapps in Deutschland (Foto, Quelle: biwapp.de)
Warnmeldungen der Behörden auf dem Smartphone zu empfangen, das ist heute zeitgemäß in Deutschland. Mittlerweile haben viele Menschen aus der Bevölkerung eine oder mehrere Warn-Apps auf ihrem Handy installiert. Mit den Apps kommen Warnhinweise im Idealfall punktgenau auf die Millionen in Deutschland aktiven Smartphones. User können sofort sehen welche Gefahr an ihrem Standort oder in überwachten Regionen besteht.
Damit die Apps einwandfrei funktionieren, muss eine aktive Verbindung zum Internet bestehen. Da dies nicht immer gewährleistet ist, sind auch Apps nicht zu 100 % zuverlässig. Aus diesem Grund sind alternative Warnsysteme wie z.B. Durchsagen über den Rundfunk und das Fernsehen, oder Warnsirenen weiterhin unverzichtbarer Teil des Bevölkerungsschutzes.
Trotzdem sind WarnApps ein sinnvoller Begleiter im Alltag. In Deutschland gibt es aktuell 4 große Warn-Apps. Vor was die einzelnen Apps warnen, ist auf den ersten Blick nicht immer leicht zu erkennen. Aus diesem Grund möchten wir hier die 4 Apps Nina, Katwarn, Biwapp und Warnwetter vorstellen.

Nina

Diese App wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz entwickelt und veröffentlicht. Der Name steht für „Notfall-Informations- und Nachrichten-App“. Bei großen nationalen Gefahrenlagen warnt der Bund. Dieser hat das Warnsystem den Ländern zur Verfügung gestellt. Somit können diese eigenständig Informationen über dieses System verbreiten, wenn es um Katastrophenschutz geht. Ebenso informiert Nina über Wetterereignisse mit Daten vom Deutschen Wetterdienst. In vielen Bundesländern warnt Nina auch vor weniger großflächigen Gefahren, z.B. vor der Entschärfung von Weltkriegsbomben. Je nach Bundesland sind hier die Verantwortlichkeiten unterschiedlich. Die Information welche Landkreisen und Städte über eigene Leitstellen oder das jeweilige Innenministerium vor lokalen Gefahren warnen, findet man auf der Homepage des BBK. In der App findet der Nutzer eine Kategorie „Notfalltipps“. Hier kann man sich unabhängig von einer akuten Gefahr außerdem über das richtige Verhalten im Notfall informieren.

Link: http://www.bbk.bund.de/DE/NINA/Warn-App_NINA_node.html

Katwarn

Öffentliche Versicherer beauftragten das Fraunhofer-Institut Fokus diese App zu entwickeln. Wie Nina hat sie regional unterschiedliche Funktionen. Katwarn veröffentlicht ebenfalls Warnungen des Deutschen Wetterdienstes. In Hamburg, Berlin, Rheinland-Pfalz und dem Saarland werden bei landesweiten Gefahren Nutzer über Katwarn informiert. Regionale Nachrichten werden von manchen kreisfreien Städten und Landkreisen verbreitet. Weitere Infos hierzu findet man auf der Homepage von Katwarn.

Für maximal sieben Standorte gleichzeitig kann eine Überwachung gewählt werden. Daneben kann aber die sogenannte „Schutzengel-Funktion“ aktiviert werden. Das heißt bei eingeschaltetem GPS überwacht Katwarn den aktuellen Aufenthaltsort des Nutzers. Bei Großveranstaltungen bietet Katwarn sogenannte Themen-Abos an. Dadurch sind Besucher von Sportevents, Festivals oder Messen auf dem aktuellen Stand über die jeweilige Veranstaltung.

Link: https://www.katwarn.de/anmeldung-app.php

BIWAPP

Der Name Biwapp steht für „Bürger-Info- und Warn-App„. Zusätzlich zu Katastrophen, wird hier auch bei Schulausfällen, bei Fahndungen oder Verkehrsunfällen gewarnt. Voraussetzung hierbei ist, dass die zuständigen Schulen, Ämter oder Polizeibehörden die App mit den nötigen Informationen versorgen. Die einzelnen Warnkategorien können individuell an- und ausgeschaltet werden. Zudem verfügt die App über eine integrierte Notruf-Funktion. In Notsituationen kann hier schnell die Polizei oder Feuerwehr gerufen werden. Ist während des Notrufs das GPS des Handys aktiviert, wird automatisch der Standort des Anrufers übermittelt, was den Rettungskräften kostbare Sekunden schenken kann.

Link: http://www.biwapp.de/

DWD Warnwetter

Für fundierte Wettermeldungen ist die App Warnwetter des Deutschen Wetterdienstes die richtige Wahl. Die App warnt z.B. vor Unwettern, Schnee und Glatteis und informiert ausführlich über das aktuelle Wetter in Deutschland.

Link: http://www.dwd.de/DE/service/dwd-apps/dwdapps_node.html

Bereits jetzt kooperieren Die Entwickler der unterschiedlichen Apps miteinander. Diese Zusammenarbeit soll jedoch weiter ausgebaut werden. „Das gemeinsame Ziel ist es, die Bevölkerung möglichst umfassend zu informieren.“

Alle vier Apps gibt es kostenlos für Android und iOS.