Brandeinsatz Kümmelbacher Hof

17.02.2013 03:06 Uhr

Feuerwehr > Einsätze > Brand Fotos

Die Feuerwehr Neckargemünd wurde zu einem Dachstuhlbrand zum Kümmelbacher Hof alarmiert.

Bei der Erkundung durch die ersten eintreffenden Kräfte wurde festgestellt, dass es in einem Gebäude des weitläufigen Areals im 3. OG brannte und die Gefahr bestand, dass sich das Feuer auf den Dachstuhl ausbreiten könnte. Sofort wurde die Alarmstufe erhöht und Gesamtalarm für die Feuerwehr Neckargemünd mit den Abteilungen Stadt, Dilsberg, Mückenloch und Waldhilsbach ausgelöst. Zusätzlich wurde die Unterkreisführungsgruppe Neckargemünd zur Unterstützung der örtlichen Einsatzleitung alarmiert.

Mehrere Trupps unter Atemschutz gingen in das Gebäude zur Personensuche und Brandbekämpfung vor, da nicht sicher war, ob sich noch Personen in dem grundsätzlich seit mehreren Jahren leerstehenden Gebäude befinden. Glücklicherweise wurden niemand mehr im Gebäude aufgefunden.

Ein Sanitärbereich im 3. OG brannte inklusive Ausstattung in voller Ausdehnung und das Feuer hatte sich schon seinen Weg in die darüberliegende Zwischendecke bis direkt an die Dachhaut gebahnt. Das Feuer wurde von mehreren Trupps im Innenangriff bekämpft und eine weitere Ausbreitung verhindert.

Die Abteilungen Dilsberg, Mückenloch und Waldhilsbach gingen zunächst am Gerätehaus Neckargemünd in Bereitstellung und wurden von dort sukzessive in den Einsatz abgerufen. Die besondere Schwierigkeit am Brandobjekt liegt neben der schwierigen Wasserversorgung hierbei an der Zufahrt, die nur über eine einzige, schmale Straße gewährleistet ist. Es war hierfür erforderlich, die Fahrzeuge sehr koordiniert an die Einsatzstelle anfahren zu lassen und diese dann zu positionieren, damit eventuell weitere benötigte Kräfte die Einsatzstelle im Bedarfsfall dann auch erreichen könnten. 

Seitens der Abteilungen Dilsberg und Mückenloch wurden Atemschutzgeräteträger im Gebäude eingesetzt, die Abteilung Waldhilsbach stellte während des mehrstündigen Einsatzes den Grundschutz für das Stadtgebiet sicher und hätte im Bedarfsfall ebenfalls Personal unter Atemschutz in den Einsatz bringen können bzw. zur Wasserförderung vom Neckar an die Einsatzstelle eingesetzt werden können.

Im Laufe des Einsatzes wurde bei der Feuerwehr Bammental eine zweite Wärmebildkamera angefordert, um effektiver und schneller nach weiteren Glutnestern suchen zu können.

Um das Feuer endgütig abzulöschen war es erforderlich die Zwischendecke mittels Motorsäge an mehreren Stellen zu öffnen. Diese körperlich sehr anstrengenden Arbeiten mussten ebenfalls unter schwerem Atemschutz durchgeführt werden.

Gegen 7 Uhr wurde "Feuer schwarz" gemeldet und der Rückbau konnte beginnen. Im Gerätehaus schlossen sich dann noch verschiedene Arbeiten an, um die Fahrzeuge wieder einsatzbereit zu machen bzw. die verbrauchten Atemschutzgeräte nach- und aufzufüllen. Kurz vor 9 Uhr waren sämtliche Abteilungen wieder einsatzbereit.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Udo Dentz war während des Einsatzes vor Ort und machte sich ein Bild von der Lage.

Im Laufe des Tages wurde das Objekt von einer Einsatzgruppe erneut kontrolliert, um sicherzustellen, dass keine Glutnester übersehen wurden.

Das Brandobjekt ist seitens der Polizei derzeit beschlagnahmt, die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Über die Höhe des entstandenen Sachschadens liegen derzeit keine Erkenntnisse vor.

Eingesetzte Mittel, Fahrzeuge, Einheiten und Organisationen:
[ELW 1] [TLF 16/25] [DLA(K) 23/12] [LF-KatS] [TLF 16/25-1] [KEF] [Abteilung Dilsberg] [Abteilung Mückenloch] [Abteilung Waldhilsbach] [Unterkreisführungsgruppe] [Feuerwehr Bammental] [Rettungsdienst] [Polizei]

(Stichworte: Brand, Fotos)
von Mario Horvath